



Failnbach. (ks) Der Countdown für das
55jährige Gründungsfest der katholischen Landjugend Failnbach läuft. Nun
sind es nur noch knapp 7 Wochen bis zum Wochenende der Wochenenden, dem
13.-15.Juni. Dann werden Abordnungen von über 70 Vereinen aus dem
Landkreis zusammen mit der Landjugend das Jubiläum gebührend feiern.
Auf der umfangreichen „to do“ Liste der Vorbereitungen konnten neben
vielen organisatorischen Sachen auch schon das Patenbitten und die
Bierprobe äußerst erfolgreich abgehakt werden. Ein wichtiger Termin
stand jedoch noch aus, das Schirmherrenbitten.
Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Staatsminister Erwin Huber,
der als Schirmherr fungieren soll, hatte sein Kommen zugesagt und traf
im Gasthaus Scheuwimmer in Failnbach ein, wo ihn der Festausschuss
herzlich willkommen hieß. Um einen Überblick über die Feierlichkeiten zu
erhalten, wurde zunächst das Festprogramm vorgestellt. Am Freitag,
13.Juni, beginnt das ereignisreiche Wochenende um 20 Uhr mit „Rock in
Failnbach“. Der späte Nachmittag des folgenden Samstags steht ab 18 Uhr
im Zeichen der Gedenkandacht für die verstorbenen Mitglieder, bevor sich
nach dem Bieranstich der Festabend mit Ehrungen und Rückblick
anschließt. Beim Sound der „Hinterholzler“ wird bis in die Nacht hinein
weitergefeiert. Der 7 Uhr Weckruf am Sonntagmorgen gibt den Auftakt zum
Einholen des Schirmherren, der Vereine und Ehrengäste. Nach dem
Aufstellen des Kirchenzuges begibt man sich zum Festgottesdienst mit
Fahnenweihe, den der stellvertretende Jugendpfarrer von Regensburg um 10
Uhr auf dem Waldfestplatz zelebrieren wird. Mit einem gemeinsamen
Mittagessen und der Übergabe der Erinnerungsgeschenke klingt der Sonntag
mit der vom Waldfest bestens bekannten Band „Jailhouse“ aus.
Wie es sich für ein Schirmherrenbitten gehört, hatte die Landjugend ein
prachtvolles Scheitl für den Kniefall der Vorstandschaft vorbereitet.
Tapfer knieten die vier Vorstände nieder und baten in bayerischer
Versform um das Wohlwollen des Schirmherren. Dieser zeigte sich schon
recht wohlwollend, wollte aber, um ganz sicher zu gehen, noch einige
Fragen richtig beantwortet haben. Dass der Papst unlängst in den USA
weilte, wussten alle. Auch die Frage nach der Abkürzung KLJB und dem
Schutzpatron der Landjugend, Klaus von der Flue, wurde perfekt
beantwortet. Als auch die Einwohnerzahl von Reisbach richtig genannt
wurde, stand für Erwin Huber fest: „Die Vorstandschaft der KLJB
Failnbach hat die Prüfung mit Eins bestanden. Ich übernehme die
Schirmherrschaft und freue mich auf das Fest.“ Erleichtert stieß man mit
einem Stamperl Hochprozentigem an und besiegelte mit der Übergabe eines
eigens im „Volksfestflair“ dekorierten Schirms und einem original
T-Shirt der KLJB die Patenschaft. Der frisch gebackene Schirmherr hatte
ebenso ein Geschenk dabei. Mit einem Teller, den das bayerische
Staatswappen ziert, bedankte er sich für die freundliche Aufnahme.
Nach einem gemeinsamen Essen stellte sich die Failnbacher Landjugend mit
ihren Aktivitäten und der Frage nach dem warum des 55jährigen
Gründungsfestes genauer vor. Anlass der Notwendigkeit einer neuen Fahne
war die Brandstiftung im Jugendheim vor zwei Jahren. Durch die Schwere
des Brandes konnte das Jugendheim nicht mehr saniert werden, sodass die
Jugendlichen selbst Initiative für den Bau eines neuen Heimes ergriffen,
dass ebenfalls in diesem Jahr eingeweiht werden soll. Stolz wurde
berichtet, dass aktuell an diesem Tag die Türen eingebaut wurden.
In einer Bildpräsentation zeigte man neben Impressionen vom
alljährlichen Waldfest, den Zustand das alten Jugendheimes vor und nach
dem Brand, Bilder des neuen Jugendheimes und erinnerte an Aktionen wie
Kletzenklopfen und Winterwaldfest mit Nikolausbesuch für die kleinen
Gäste. Aktuell wurde das Patenbitten in Diepoldskirchen und die
Bierprobe bei der Brauerei Lang in Reisbach gezeigt.
Sichtlich beeindruckt über die vielen Aktivitäten und den Zusammenhalt
in der Landjugend betonte Huber die Wichtigkeit einer solchen
Organisation im ländlichen Raum. Sie bekennt sich zum dörflichen Leben
und prägt es durch ihre vielen Aktivitäten entscheidend mit. Aus guten
Freunden in der Jugend werden Freunde fürs Leben. Mit dem Bau des neuen
Jugendheimes wurde eine große Gemeinschaftsleistung erbracht. Failnbach
wäre ohne die Landjugend um einiges ärmer, so Huber. Nachdem man sich
noch Kaffee und Kuchen schmecken ließ, verabschiedete sich Erwin Huber
und der Abend klang mit einer Landjugend, die glücklich über die Zusage
ihres Schirmherren war, aus.