19.04.2008

Erfolgreiches Schirmherrbitten der Landjugend

Erwin Huber gibt seine Zusage

Foto Schirmherrnbitten

Failnbach. (ks) Der Countdown für das 55jährige Gründungsfest der katholischen Landjugend Failnbach läuft. Nun sind es nur noch knapp 7 Wochen bis zum Wochenende der Wochenenden, dem 13.-15.Juni. Dann werden Abordnungen von über 70 Vereinen aus dem Landkreis zusammen mit der Landjugend das Jubiläum gebührend feiern.

Auf der umfangreichen „to do“ Liste der Vorbereitungen konnten neben vielen organisatorischen Sachen auch schon das Patenbitten und die Bierprobe äußerst erfolgreich abgehakt werden. Ein wichtiger Termin stand jedoch noch aus, das Schirmherrenbitten.

Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Staatsminister Erwin Huber, der als Schirmherr fungieren soll, hatte sein Kommen zugesagt und traf im Gasthaus Scheuwimmer in Failnbach ein, wo ihn der Festausschuss herzlich willkommen hieß. Um einen Überblick über die Feierlichkeiten zu erhalten, wurde zunächst das Festprogramm vorgestellt. Am Freitag, 13.Juni, beginnt das ereignisreiche Wochenende um 20 Uhr mit „Rock in Failnbach“. Der späte Nachmittag des folgenden Samstags steht ab 18 Uhr im Zeichen der Gedenkandacht für die verstorbenen Mitglieder, bevor sich nach dem Bieranstich der Festabend mit Ehrungen und Rückblick anschließt. Beim Sound der „Hinterholzler“ wird bis in die Nacht hinein weitergefeiert. Der 7 Uhr Weckruf am Sonntagmorgen gibt den Auftakt zum Einholen des Schirmherren, der Vereine und Ehrengäste. Nach dem Aufstellen des Kirchenzuges begibt man sich zum Festgottesdienst mit Fahnenweihe, den der stellvertretende Jugendpfarrer von Regensburg um 10 Uhr auf dem Waldfestplatz zelebrieren wird. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und der Übergabe der Erinnerungsgeschenke klingt der Sonntag mit der vom Waldfest bestens bekannten Band „Jailhouse“ aus.

Wie es sich für ein Schirmherrenbitten gehört, hatte die Landjugend ein prachtvolles Scheitl für den Kniefall der Vorstandschaft vorbereitet. Tapfer knieten die vier Vorstände nieder und baten in bayerischer Versform um das Wohlwollen des Schirmherren. Dieser zeigte sich schon recht wohlwollend, wollte aber, um ganz sicher zu gehen, noch einige Fragen richtig beantwortet haben. Dass der Papst unlängst in den USA weilte, wussten alle. Auch die Frage nach der Abkürzung KLJB und dem Schutzpatron der Landjugend, Klaus von der Flue, wurde perfekt beantwortet. Als auch die Einwohnerzahl von Reisbach richtig genannt wurde, stand für Erwin Huber fest: „Die Vorstandschaft der KLJB Failnbach hat die Prüfung mit Eins bestanden. Ich übernehme die Schirmherrschaft und freue mich auf das Fest.“ Erleichtert stieß man mit einem Stamperl Hochprozentigem an und besiegelte mit der Übergabe eines eigens im „Volksfestflair“ dekorierten Schirms und einem original T-Shirt der KLJB die Patenschaft. Der frisch gebackene Schirmherr hatte ebenso ein Geschenk dabei. Mit einem Teller, den das bayerische Staatswappen ziert, bedankte er sich für die freundliche Aufnahme.

Nach einem gemeinsamen Essen stellte sich die Failnbacher Landjugend mit ihren Aktivitäten und der Frage nach dem warum des 55jährigen Gründungsfestes genauer vor. Anlass der Notwendigkeit einer neuen Fahne war die Brandstiftung im Jugendheim vor zwei Jahren. Durch die Schwere des Brandes konnte das Jugendheim nicht mehr saniert werden, sodass die Jugendlichen selbst Initiative für den Bau eines neuen Heimes ergriffen, dass ebenfalls in diesem Jahr eingeweiht werden soll. Stolz wurde berichtet, dass aktuell an diesem Tag die Türen eingebaut wurden.

In einer Bildpräsentation zeigte man neben Impressionen vom alljährlichen Waldfest, den Zustand das alten Jugendheimes vor und nach dem Brand, Bilder des neuen Jugendheimes und erinnerte an Aktionen wie Kletzenklopfen und Winterwaldfest mit Nikolausbesuch für die kleinen Gäste. Aktuell wurde das Patenbitten in Diepoldskirchen und die Bierprobe bei der Brauerei Lang in Reisbach gezeigt.

Sichtlich beeindruckt über die vielen Aktivitäten und den Zusammenhalt in der Landjugend betonte Huber die Wichtigkeit einer solchen Organisation im ländlichen Raum. Sie bekennt sich zum dörflichen Leben und prägt es durch ihre vielen Aktivitäten entscheidend mit. Aus guten Freunden in der Jugend werden Freunde fürs Leben. Mit dem Bau des neuen Jugendheimes wurde eine große Gemeinschaftsleistung erbracht. Failnbach wäre ohne die Landjugend um einiges ärmer, so Huber. Nachdem man sich noch Kaffee und Kuchen schmecken ließ, verabschiedete sich Erwin Huber und der Abend klang mit einer Landjugend, die glücklich über die Zusage ihres Schirmherren war, aus.

Aktuelles vom Gründungsfest
21.06.2008
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